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Bei einer Informationsveranstaltung im Bürgersaal Martinlamitz am 10. Juni 2026 wurde den Bürgerinnen und Bürgern der Bestands- und Bewertungsplan sowie mehrere Maßnahmenvorschläge vorgestellt. Nach einer Einführung von Bürgermeister Michael Haas, gab zunächst Leonie Zweck (GeoTeam Bayreuth) einen Überblick über den bisherigen Verlauf des Projekts.

In Abstimmung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) wurde Ende 2023 das Projekt gestartet und im Oktober 2026 das Büro GeoTeam Bayreuth durch die ALE entsprechend beauftragt. In den vergangenen Monaten wurden dann Kartierarbeiten durchgeführt, Gespräche vor Ort geführt sowie digitale Daten ausgewertet. Auf dieser Grundlage wurden Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des dezentralen Wasser- und Sedimentrückhalts in der Flur ausgearbeitet.

Dabei wurde eine besonders relevante Maßnahme priorisiert. Diese wird im nächsten Schritt mit der Stadt, den betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Anwohnern abgestimmt. Anschließend erfolgt eine Abschätzung der Kosten sowie die Abstimmung der Anforderungen mit den zuständigen Trägern öffentlicher Belange (z. B. Wasserwirtschaftsamt, untere Naturschutzbehörde etc.). Ziel ist es, die Maßnahme möglichst zeitnah in die Umsetzungsphase zu bringen.

Johannes Herold (GeoTeam Bayreuth) erläuterte im zweiten Teil des Vortrags nochmals die Stellschrauben für eine erosionsmindernde Landwirtschaft, die den Aufbau von Bodenfruchtbarkeit in den Mittelpunkt rückt. Durch die Ausführungen wurde klar, dass es viele Wege gibt, um eine möglichst ganzjährige Bodenbedeckung sicherzustellen und besonders beim Anbau von Mais das Erosionsrisiko zu reduzieren. Es gibt dabei allerdings mindestens genauso viele Herausforderungen zu meistern. Daher ist es wichtig, dass jeder Betrieb für sich schaut, wie er mit einfachen Mitteln bei möglichst jedem Fruchtfolgeglied kleine Schritte hin zu mehr Bodenfruchtbarkeit machen kann.

Die zahlreichen Rückmeldungen während der Vorstellung der Maßnahmen lassen keinen Zweifel daran, dass die Betroffenen weiterhin großes Interesse an einer gemeinsamen und erfolgreichen Umsetzung des Projekts haben. Alles in allem kann ein positives Fazit gezogen werden, das optimistisch auf eine hoffentlich zeitnahe Umsetzung erster Maßnahmen blicken lässt.

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