Bürgermeister Hans-Peter Baumann konnte die Schwarzenbacher Bevölkerung zur Vorstellung der „Kommunalen Wärmeplanung sowie der Machbarkeitsstudie zur Energienutzung“ im Sonderausstellungsraum des Erika-Fuchs-Hauses begrüßen. Ebenso willkommen hieß er Vertreter von Firmen sowie mögliche Biogas-Lieferanten.
Einführend erläuterte er den „Schwarzenbacher Weg“, der sich von der Vorgehensweise vieler Kommunen in der Region deutlich unterscheidet. In Schwarzenbach wurde nicht nur die Wärmeplanung durchgeführt, sondern darüber hinaus bereits eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, durch die mögliche Anschlüsse an ein Fernwärmenetz konkretisiert wurden.

Bürgermeister Baumann sieht die Entwicklung zur Nutzung von Fernwärme – insbesondere in älteren Wohngebieten – als positiv, da die notwendige Energie in der Hauptsache aus der Abwärme Schwarzenbacher Industriebetriebe gewonnen werden soll. Dies bringe einen erheblichen Preisvorteil im Vergleich zu anderen Konzepten. So werde die benötigte Wärme beispielsweise in Hof durch das Verbrennen von Gas in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt.
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden bereits konkret unter anderem die Firmen Sandler AG, die Hefefabrik Lallemand Deutschland GmbH sowie das Eisenwerk einbezogen, ebenso die beiden Biogasproduzenten Lang und Schwarz.
Matthias Kreuzer vom IWE – Institut für Wasserstoff- und Energietechnik an der Hochschule Hof – stellte sodann die Ergebnisse der bisherigen Wärmeplanung und der Machbarkeitsstudie vor und beantwortete gemeinsam mit dem Bürgermeister die Fragen der Zuhörer.
Die Unterlagen zur Wärmeplanung sowie die Machbarkeitsstudien für die Kernstadt und Martinlamitz sind auf der Homepage der Stadt Schwarzenbach a.d.Saale hier einsehbar.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bis Freitag, den 13. März 2026, eine Stellungnahme zur Wärmeplanung und zur Machbarkeitsstudie bei der Stadt schriftlich abzugeben. Nachfolgend wird sich der Stadtrat der Stadt Schwarzenbach abschließend mit diesem ersten Schritt in die zukünftige Wärmeversorgung befassen.

Die dann nachfolgende Aufgabe wird es sein, einen Betreiber des Fernwärmenetzes in Schwarzenbach a.d.Saale auszuwählen, beispielsweise die Stadtwerke Schwarzenbach, damit mit der konkreten Planung zur Umsetzung begonnen werden kann. Realistisches Ziel könnte es sein, die ersten Häuser spätestens in drei Jahren anzuschließen.
Hierbei geht Bürgermeister Hans-Peter Baumann aufgrund der bisher vorliegenden Zahlen davon aus, dass die Fernwärme zu einem attraktiven Preis zur Verfügung gestellt werden kann. Ein Anschluss- und Benutzungszwang ist nicht vorgesehen. Die bisher bestehende Planung wird spätestens in fünf Jahren überprüft. Die Anschlussszenarien können jedoch auch im laufenden Verfahren ergänzt werden. Ein Anschluss an die Fernwärmeleitung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Weitere Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung
Rückmeldungen & Kontakt
Stellungnahmen, Hinweise und Fragen können innerhalb der Beteiligungsfrist an die Stadtverwaltung gerichtet werden:
Bauamt der Stadt Schwarzenbach a. d. Saale
E-Mail: bau@schwarzenbach-saale.de
Tel.: 09284 / 933-724
Herr Matthias Kreuzer (iwe)
E-Mail: matthias.kreuzer.2@hof-university.de