Vorschlag zum Teilerhalt des Mühlengebäudes findet breite Zustimmung


Rund 40 Personen kamen der Einladung von Bürgermeister Hans-Peter Baumann nach, sich an der Weiterentwicklung der Planung auf dem Stegmühlengelände zu beteiligen. Anwesend waren neben Stadträtinnen und Stadträten auch Herr Weiß vom Wasserwirtschaftsamt Hof sowie der Planer Herr Köhler.
 
Bürgermeister Baumann nahm kurz Bezug auf die Vorstellung der Planentwürfe Mitte Juli 2019. Herr Weiß vom Wasserwirtschaftsamt ging nochmals kurz darauf ein, dass der Freistaat Bayern verpflichtet sei, die Durchgängigkeit der Saale herzustellen. Mit der vorliegenden Maßnahme solle eine weitere ökologische Verbesserung durch Schaffung einer weiteren Saale-Aue mit erhöhtem Hochwasserschutz für die Altstadt erreicht werden.
 
Zunächst konnte die interessierte Bevölkerung das Stegmühlengebäude und die sich darin noch befindliche Technik besichtigen. Hierbei verwies Baumann darauf, dass sich der Traktorkult e.V. bereit erklärt habe, einen Teil der Technik auszubauen und diese in den Vereinsräumlichkeiten wieder aufzubauen.
 
Im Sitzungssaal hatten die Anwesenden die Möglichkeit, Ihre Vorstellungen hinsichtlich einer zukünftigen Nutzung zu äußern. Hierbei erläuterte Herr Weiß nochmals, warum aus Sicht des WWA – unabhängig von dem baulichen Zustand des Wohn- und Stallgebäudes – dieses nicht erhalten werden kann, um das vorgelegte und vom Stadtrat bereits befürwortete Konzept zu verwirklichen. Es wurde der Wunsch geäußert, zumindest einen Teil des Mühlengebäudes zu erhalten, wie dies z.B. auf einem Gelände in Weißenstadt erfolgte. Auch wurde die barrierefreie Wegeführung von der Lorenz-Summa-Straße zum Kirchsteig befürwortet.
 
Stadträtin Manuela Fischer betonte, dass sich der Stadtrat bereits seit Monaten mit der Situation vor Ort befasst habe, nachdem die Stadt seit ca. einem Jahr Eigentümerin des Grundstückes ist. Eine Nutzung des gesamten Mühlengebäudes sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar. Sie plädierte im Weiteren für den angedachten Wasserspielplatz auf dem Gelände, der sicherlich ein Magnet für die Kinder sei. Stadtrat Wieland Dengler betonte ebenfalls, dass die Stadt hinsichtlich des Verfalls des Gebäudes keine Verantwortung trägt und lobte das mit dem Bürgermeister erarbeitete und vom Wasserwirtschaftsamt vorgestellte Konzept. Stadtrat Popp verwies darauf, dass das Gebäude auch aufgrund der vielen Umbauarbeiten von sich aus nicht erhaltenswert sei.
 
In Verbindung mit den Diskussionsbeiträgen unterbreitete Bürgermeister Baumann einen Vorschlag, wonach der Teil des Mühlengebäudes, der entlang des Abflussgrabens verläuft, wie auch die Mauer auf beiden Stirnseiten des Gebäudes zum Teil stehenbleiben sollten. Es sollte versucht werden, die Antriebstechnik im Bereich des Untergeschosses des Gebäudes zu erhalten und permanent sichtbar zu gestalten. Auch die Möglichkeit der Errichtung eines Mühlrades sollte in die Planung Einfluss finden.
 
Dieser Vorschlag fand die breite Zustimmung der Anwesenden. Bürgermeister Baumann bedankte sich abschließend für die offene und faire Diskussion über einen für Schwarzenbach städtebaulich relevanten Bereich.
 
 

 

Stand der Informationen: 16.08.2019