Regierungspräsident Wenning übergibt Förderbescheid im Rathaus der Stadt Schwarzenbach a.d.Saale


Hoher Zuschuss der Städtebauförderung:
Regierungspräsident Wenning übergibt Förderbescheid über 400.000 Euro Zuschuss für den interkommunalen Immobilienfonds "Nördliches Fichtelgebirge" an sieben Bürgermeister

"Es ist schon etwas ganz besonderes, sieben Bürgermeistern gleichzeitig eine Förderung zuteilwerden zu lassen. Das gibt es auch nur in Oberfranken", freute sich Regierungspräsident Wilhelm Wenning beim Startschuss für den neuen interkommunalen Immobilienfonds "Nördliches Fichtelgebirge". Hierzu überreichte Wenning einen Förderbescheid über 400.000 Euro an die Bürgermeister Baumann, Schwarz, Leupold, Jaschke, Dreyer, Breuer und Gebhardt.

Die Städte Schwarzenbach a.d. Saale, Kirchenlamitz, Marktleuthen, Schönwald und Weißenstadt sowie die Gemeinden Oberkotzau und Röslau gehen gemeinsam neue Wege gegen den Leerstand im "Nördlichen Fichtelgebirge". Zusammen mit der Regierung von Oberfranken wurde das Modell eines interkommunalen Immobilienfonds entwickelt. Dieser soll den Kommunen ermöglichen, veraltete und sanierungsbedürftige Bausubstanz wieder marktfähig zu machen bzw. Grundstücke zu arrondieren und zum Verkauf vorzubereiten, so dass neue Impulse für die Stadt-, Orts- und Regionalentwicklung entstehen.

Die Gesamthöhe des Fonds wurde von den beteiligten sieben Städten und Gemeinden auf zunächst 500.000 Euro festgesetzt. Davon entfallen bei einem erhöhten Fördersatz von 80 v.H. insgesamt 400.000 Euro auf Bundes- und Landesmittel aus dem Bund/Länder-Städtebauförderungsprogramm - Stadtumbau West, die vom Bundes- und Landtag bereitgestellt werden. Den kommunalen Eigenanteil von 20 v.H., also die restlichen 100.000 Euro bringen die sieben Kommunen gemeinsam auf.

"Das Vorhaben ist eine sinnvolle Investition mit städtebaulicher und hoher strukturpolitischer Bedeutung", erklärt Regierungspräsident Wenning. Es helfe bei der Aktivierung und Aufwertung leerstehender Bausubstanz sowie bei der städtebaulichen Neustrukturierung und damit einhergehende Aufwertung von Stadt- und Ortskernen. "Damit stellen sich die beteiligten Gemeinden den demographischen und strukturellen Herausforderungen und gestalten aktiv die Zukunft ihrer Region", lobt Wenning das kommunale Engagement.

Neu an dem Modell ist das revolvierende System, das den Kommunen ein flexibles und schnelles Zugreifen auf brachgefallene Immobilien ermöglicht, ohne jeweils eine eigene Antragstellung bei der Städtebauförderung durchlaufen zu müssen. So werden nicht nur Aufwendungen schnell aus dem Fonds finanziert, sondern auch Erlöse, zum Beispiel aus Veräußerungen, wieder dem Fonds zugeführt.

Eine Vereinbarung zwischen den sieben Kommunen, die eng mit der Regierung von Oberfranken abgestimmt und beraten wurde, regelt die Aufgaben und Pflichten bei der Finanzierung, Bewirtschaftung und Vermarktung von Immobilien und Grundstücken.

Diese sind:

- Erwerb und Entwicklung sanierungsbedürftiger Immobilien in den Kernbereichen der beteiligten Kommunen

- Durchführung von grundlegenden und bestandsstärkenden Sicherungsmaßnahmen an den Immobilien

- Modernisierung und Sanierung von Immobilien (vornehmlich zur Substanzerhaltung)

- Vermarktung und Verkauf von Immobilien

- Abriss nicht erhaltenswerter Bausubstanz

- Herstellung der Marktfähigkeit von Immobilien und Grundstücken

- Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

- Geschäftsabwicklung und Finanzrechnung.

"Der Fonds ist somit eine ideale Bündelung der Kräfte der teilnehmenden Kommunen in personeller, finanzieller und ideeller Hinsicht" stellt der Regierungspräsident fest. "Er ermöglicht die Verwertung stark sanierungsbedürftiger Immobilien und Grundstücke, die vom privatwirtschaftlichen Markt in der Region nicht mehr durchgeführt wird und trägt somit wesentlich zur Verbesserung der Standortbedingungen bei."

Der Immobilienfonds wird federführend von der Stadt Schwarzenbach a.d. Saale verwaltet. Das Büro PLANWERK, Nürnberg, wurde mit dem interkommunalen Immobilienmanagement beauftragt.
 
Einige Fotos von der Übergabe des Förderbescheides:
 
 
 
 
 
 

 

Stand der Informationen: 01.03.2016