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Im Rahmen der Planungen zur Erdkabel-Leitung SuedOstLink werden durch den
Übertragungsnetzbetreiber TenneT ab März 2023 vorbereitende archäologische Arbeiten entlang
der Entwurfsplanung durchgeführt.
In Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) wurden Flächen
definiert, auf denen – nach Erkenntnissen aus Voruntersuchungen – mit hoher Wahrscheinlichkeit
archäologische Befunde zu erwarten sind. Um gesicherte Erkenntnisse über Vorkommen und
Konzentration von Bodendenkmälern zu bekommen, wird mit einzelnen Suchschnitten der Boden
abgesucht. Betroffene Grundstückseigentümer werden im Vorfeld persönlich von TenneT schriftlich
kontaktiert.

Nutzungsausfall und Schadensregulierung

Etwaige Ausfälle bei der Nutzung der Flächen als auch auftretende Flurschäden, werden durch
TenneT in voller Höhe entschädigt. Etwaige Wirtschaftserschwernisse, entstehende Umwege oder
benötigte Behelfsmaßnahmen werden ebenso entschädigt. Temporär nicht bewirtschaftbare
Restflächen (nicht erreichbar oder für vorhandene Technik zu klein) werden einvernehmlich von
TenneT und Nutzungsberechtigtem betriebsindividuell ermittelt und der Ertrags- und
Nutzungsausfall entschädigt. Sofern über die Entschädigung keine Einigung erzielt werden kann,
steht es dem Betroffenen frei, einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen zur
Ermittlung der Schadenshöhe zu beauftragen.

Wie laufen die vorbereitenden archäologischen Arbeiten ab?

Nach dem sorgfältigen Abtrag des Oberbodens wird in den darunter liegenden Schichten nach
archäologischen Befunden gesucht. Treten Befunde auf, werden diese gesichert, dokumentiert und
an das BLfD übergeben. Da es sich um Vorarbeiten nach § 44 Energiewirtschaftsgesetz handelt, ist
das Ziel der vorbereitenden archäologischen Arbeiten die Sachverhaltsermittlung im Bereich des
möglichen SuedOstLink-Verlaufs. Sobald ein archäologischer Befund festgestellt wird, wird die
Grabung gestoppt und nur der freigelegte Teil dokumentiert und geborgen.

Warum sind vorbereitende archäologische Arbeiten nötig?

Bei allen Bauprojekten, unabhängig von ihrer Größe, muss der Boden nach archäologischen
Befunden, also den historischen Hinterlassenschaften unserer Vorgänger-Generationen untersucht
werden. Nicht immer findet sich dabei ein römischer oder keltischer Goldschatz. Häufiger sind
Spuren von ehemaligen Besiedlungen, um daraus Rückschlüsse ziehen zu können, seit wann hier
Menschen lebten, wie sie gewohnt haben, welche Werkzeuge sie verwendeten, was sie gegessen
haben und wie sie sich kleideten.

Weitere Informationen zu SuedOstLink finden Sie unter
https://www.tennet.eu/de/projekte/suedostlink

Bei Fragen können Sie sich an den zuständigen Abschnittsleiter Kommunikation wenden:
Abschnitte C1 und D1: Benjamin Mignon | 0921 50740-5906 | benjamin.mignon@tennet.eu

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